Die ‚Kölner Teller‘ sind weg – bitte weiterhin vorsichtig fahren!

Wie schon in der Petition unter http://petition.schlierbach.in beschrieben:

23. DEZ. 2017 — Liebe Unterzeichner,

Wie von der Stadt angekündigt, wurden die ‚Kölner Teller‘ in der Wolfsbrunnensteige im Laufe der Woche entfernt. Damit besteht die hohe Gefahr, die von diesen Hindernissen für alle Zweiradfahrer ausging sowie andere Verkehrsteilnehmer unangemessen behinderte, endlich nicht mehr.

Herzlichen Dank an alle, die entweder durch ihre Unterschrift für diese Petition oder auch durch andere Maßnahmen dazu beigetragen haben!

Es bleibt ein tiefes Trauergefühl für den dort tödlich verunglückten Radfahrer, und damit verbunden auch die folgende Bitten:

– Zuerst an alle Autofahrer: Bitte fahren Sie nur mit angemessener Geschwindigkeit und nehmen sie Rücksicht auf die schwierigen örtlichen Gegebenheiten!

– An alle ‚Parker‘: Berücksichtigen Sie die Engstellen und zwingen Sie andere Autofahrer und Fahrradfahrer nicht durch verboten abgestellte Fahrzeuge zu gefährlichen Ausweichmanövern!

Die Wolfsbrunnensteige ist für sehr viele Bewohner dieses Stadtteils die wichtigste Verbindung zur Hauptverkehrsader am Neckar. Leider treffen hier räumliche Enge und – zu bestimmten Zeiten – auch höheres Verkehrsaufkommen aufeinander. Alle Beteiligten sollten ihr Bestes tun um durch bedachtes und rücksichtsvolles Verhalten die Situation zu entschärfen.

– An das Verkehrsamt und das Bauamt: Gerade weil die Situation vor Ort an vielen Stellen in Schlierbach und Ziegelhausen (nicht nur in der Wolfsbrunnensteige) schwierig ist: Bitte diskutieren und besprechen sie sämtliche geplante Maßnahmen und deren Umsetzung vorab mit den Anwohnern. Lassen Sie uns gemeinsam die besten Lösungen finden. Bedenken Sie bei der Genehmigung von neuen Bauvorhaben in diesem Bereich, dass nicht nur der Platz für das Bauvorhaben selbst, sondern auch die Infrastruktur des Ortes und der Umgebung für den Verkehr und Parken geeignet sein müssen. Schlierbach-West ist diesbezüglich bereits am Limit!

– Letztlich an alle Verkehrsteilnehmer dieser Strecke (Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger, …): Verhalten Sie sich weiter vorsichtig!

In den vergangenen Jahrzehnten hat es zuvor nie einen ernsten Unfall gegeben. Es war immer schwierig, aber wir kamen damit zurecht – auch ohne gefährlich behindernde Maßnahmen – durch umsichtiges und pragmatisches Verhalten. So und noch besser sollte es auch in Zukunft wieder möglich sein…

Viele Grüße,
Martin Walla

Die „Kölner Teller“ werden ersetzt

Wie schon in der Petition unter http://petition.schlierbach.in beschrieben:

13. DEZ. 2017 — In der heutigen Sitzung des Bezirksbeirats Schlierbach wurde von einem Vertreter des Verkehrsamtes bekanntgegeben, dass die Kölner Teller noch vor Weihnachten entfernt werden. Sie sollen durch deutlich weniger behindernde Maßnahmen ersetzt werden.

Hiermit kommt das Verkehrsamt einem entsprechenden Antrag einiger Bezirksbeiräte zuvor, der bereits vorbereitet war. Dennoch wurde ein weiterer Antrag gestellt, auch auf jegliche alternativen ‚Hindernisse‘, die eine Gefährdung darstellen könnten, zu verzichten.

Damit wird in absehbarer Zeit die wesentliche Forderung dieser Petition erfüllt!
Ein entsprechende Beitrag findet sich auch bereits auf RNZ online:
https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-fahrrad-unfaelle-in-heidelberg-schlierbach-markierungen-und-leuchtschilder-sollen-die-koelner-teller-e-_arid,323608.html 

Die Petition wird noch so lange offen bleiben, bis die Teller tatsächlich entfernt wurden und die Planung für die alternativen Maßnahmen keine signifikante Gefahr mehr erkennen lässt.

Vielen Dank an alle, die unterschrieben haben!

Was muss denn noch passieren …?

… bevor die ‚Kölner Teller‘ schnellstmöglich aus der Wolfsbrunnensteige entfernt werden?

Wieder ist ein Radfahrer gestürzt – diesmal Gottseidank ohne lebensgefährliche Verletzungen.
Wie ich mittlerweile erfahren habe, war auch vor dem tödlichen Unfall Ende Oktober zumindest schon ein weiterer Unfall passiert (eine Schülerin war mit dem Fahrrad über die Hindernisse gestürzt).
Es ist nicht mehr mitanzusehen: Jahrzentelang ist hier nichts passiert – und jetzt gibt es mehrere Unfälle, darunter sogar mit tödlichem Ausgang…

Meine Meinung: Die „Kölner Teller“ müssen weg – und zwar sofort.
Ggfs. können andere Bremsschwellen installiert werden, wenn das für nötig erachtet wird – aber jeder weitere Tag mit diesen Tellern ist ein völlig unnötiges Risiko.

Wer sich ebenfalls für eine Entfernung bzw. einen Ersatz der Teller einsetzen möchte, kann dies u.a. mit einer Unterschrift für diese Petition tun:
http://bit.ly/petition_schlierbach

Vor- und Nachteile der Alternativen zur Einbahnstraße

Beim Anwohnertreff am 27.09. wurden verschiedene Alternativen zur heutigen Einbahnstraßen-Regelung der „Unteren Rombach“ diskutiert.
Um die wesentlichen Vor- und Nachteile dieser Alternativen besser gegenüber zu stellen, habe ich eine entsprechende Tabelle erstellt:

Die Tabelle mit Kommentaren zu den einzelnen Zellen im Detail kann über diesen Link aufgerufen werden.
Eigene Kommentare können über das Formular am Ende dieser Seite oder auch in der Tabelle selbst vorgenommen werden.

Radfahrer-Unfall auf der Wolfsbrunnensteige

Gestern erreichte uns die Nachricht über einen auf der Wolfsbrunnensteige verunglückten Radfahrer. Er stürzte über die in diesem Jahr dort  angebrachten Hügel zur Geschwindigkeitsbegrenzung und verletzte sich lebensgefährlich.
Den zugehörigen Polizeibericht findet man hier:
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/3774757

Polizeibericht zum Radfahrer-Unfall unter presseportal.de

Mehrere Emails erreichten uns dazu und natürlich wünschen wir dem Radfahrer, dass er diesen Unfall übersteht und keine langfristigen Folgen davonträgt!

Die von den Hügelreihen ausgehende Gefahr für Zweiradfahrer und die einhergehende Behinderung, die lokal ein Abbremsen auf deutlich weniger als 20km/h erforderlich macht, wurde in den Diskussionen zur Verkehrslage nach den durch das Verkehrsamt vorgenommenen Änderungen mehrfach erwähnt, zuletzt auf dem Anwohnertreff zum Thema am 27.09.
Neben der Einrichtung dieser Maßnahme überhaupt, wurde auch die Anzahl (drei aufeinanderfolgende Reihen) kritisiert. Verkehrswidrig parkende Autos machen es oft noch schwerer, diesen Engpaß zu durchfahren. Zeitweise auf den Sperrflächen abgestellte Fahrräder verhindern ein Ausweichen in Notsituationen.

Bei diesem Treffen, ergab sich auch die Information, dass die Hügelreihen (statt sonst üblicher Schwellen) gewählt wurden, um Glatteisbildung in den Wintermonaten zu vermeiden.

Auf der letzten Sitzung des Stadtteilvereins am 18.10.  wurden die Ergebnisse des Bürgertreffs besprochen und Maßnahmen diskutiert, wie trotz ablehnender Haltung doch noch ein offenes Gespräch der Bürger mit dem Verkehrsamt herbeigeführt werden kann.
Über Jahrzehnte gab es in diesem Bereich Schlierbachs keine signifikanten Unfälle. Bleibt zu hoffen, dass das Verkehrsamt jetzt in Zusammenarbeit(!) mit den Bürgern Schlierbachs Verbesserungen zu den bisherigen Maßnahmen findet, ohne dabei eigenmächtig und adhoc vorzugehen.

Martin und Annette Walla

Diskutierte Alternativen bzw. Ergänzungen zur Einbahnstrassenregelung

Zunächst ein herzlicher Dank an all diejenigen, die den Anwohnertreff am 27.September zu einer gut besuchten Veranstaltung mit konstruktiver Diskussion und wertvollen Informationen gemacht haben, einschließlich der anwesenden Vertreter des Stadtteilvereins und des Bezirksbeirats.
Unter diesem Link findet man eine Adobe PDF Datei mit der Präsentation, die als Diskussionsgrundlage diente und auch während der Veranstaltung noch angepasst und mit weiteren Alternativen ergänzt wurde.

Im folgenden werden nochmal die diskutierten Alternativen bzw. Ergänzungen beschrieben, die es zu priorisieren galt. Für die höher priorisierten Optionen wollen wir später mit Unterstützung des Stadtteilvereins und des Bezirksbeirats endlich einen offenen Dialog anregen und vom Verkehrsamt zunächst entsprechende Informationen anfragen:

  • Ob es rechtlich bindende Vorschriften bzw. Gesetze gibt (mit detaillierter Angabe der jeweiligen Gesetzesstelle) welche die einzelnen Vorschläge so und auch ähnlich unmöglich machen.
    Beispiel: Welches Gesetz schreibt bei Unterschreitung einer gewissen Straßenbreite eine Einbahnstraßenregelung vor.
  • Für solche Vorschläge, die nicht gesetzlich ausgeschlossen sind, also prinzipiell im Ermessensspielraum des Verkehrsamtes liegen: Eine Bewertung durch das Verkehrsamt, ob eine Umsetzung im Rahmen des Ermessens möglich ist und unter welchen Umständen.
    Beispiel: Berücksichtigung vorhandener Grundstückseinfahrten als Ausweichstellen bei Gegenverkehr (wie in der Vergangenheit auch).
  • Welche Untersuchungen/Abwägungen bzgl. eines begründeten, fehlerfreien Ermessens der einzelnen Alternativen stattgefunden haben oder noch zeitnah stattfinden werden, um die beste Möglichkeit für Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu finden.

Die besprochenen Alternativen im Einzelnen

A) Die Einbahnstraßenregelung wird wieder aufgehoben, und zwar …
A1) indem angenommen wird dass der Seitenstreifen sich um einen Schutzstreifen für Fahrradfahrer handelt, der durch eine unterbrochene Linie gekennzeichnet wird und von Fußgängern mitbenutzt werden kann.
Oder …
A2) indem unter Mitberücksichtigung der vorhandenen Ausweichstellen bei Grundstückseinfahrten auch ein schwierigeres Ausweichen in Kauf genommen wird (bei durchgezogener, nicht überfahrbarer Linie).
Eine Vorschrift, die bei bestehenden Straßen unterhalb einer bestimmten Breite eine Einbahnregelung zwingend vorschreibt, ist bisher nicht bekannt. Sonst müssten auch viele andere Strassen in Schlierbach und Ziegelhausen (u.a. die Wolfsbrunnensteige) oder allgemein enge Altstädte ebenfalls zu Einbahnstraßen erklärt werden.
Das dies prinzipiell möglich ist, zeigt die Erfahrung aus den vergangenen Jahrzehnten. Es sind keine Unfälle in den letzten Jahrzehnten bekannt, die auf etwas anderes hinweisen. Unfallzahlen in diesem Bereich sind nicht bekannt –  jedenfalls sind sie nicht schlechter als in anderen umliegenden Bereichen.

B) Die Einrichtung eines in beiden Richtungen befahrbaren „verkehrsberuhigten Bereiches“ (Spielstraße, siehe verlinkte Beschreibung der allgemeinen Regelungen).

C) Zeitliche Ergänzung der Einbahnregelung, angezeigt durch deutliche Wechselverkehrszeichen (Prismentechnik), und zwar …
C1) als wechselnde Einbahnregelung (vormittags abwärts, nachmittags aufwärts, ggfs. abzüglich kurzer Pufferzeiten). Dies hat u.a. den Vorteil, dass viele morgens zur Arbeit fahrende Anwohner gegenüber einzelnen zu Baustellen fahrenden Transportern bevorzugt würden, wie z.B. die Verkehrsbeobachtung gezeigt hat.
Oder…
C2) als zeitlich eingeschränkte Einbahnstraße, z.B. nur zu Schulzeiten.
Beide Varianten sind auch als unechte Einbahnstraßen denkbar, bei denen jeweils nur die Einfahrt in der falschen Richtung verboten wird.

D) Eine bedarfsgesteuerte Ampel, die normalerweise auf Rot steht und bei Fahrzeugannäherung ohne Gegenverkehr automatisch auf grün schaltet (bekannt von manchen Baustellenschaltungen).
Hier ist zu beachten, dass dies nur dann gut funktioniert, wenn Gegenverkehr eine seltene Ausnahme bleibt. Der Bereich müsste an Stellen beginnen und enden, an denen ein Ausweichplatz für begegnende Fahrzeuge besteht.

E) Eine Umkehr der aktuellen Einbahnrichtung (abwärts statt aufwärts).

Alle bisherigen Varianten haben gemeinsam, dass der hohe Verbrauch bei bergauf fahrendem Verkehr nach Kaltstart und damit verbundene Umweltbelastung und Lärm, sowie Gegenverkehr im Schloss-Wolfsbrunnenweg und winterliche Probleme nach einer verschneiten Nacht deutlich reduziert werden.
Sie können je nach Ausführung durch weitere Maßnahmen, wie z.B. Einschränkungen für LKW-Verkehr (>3.5to, >2.2m) und zusätzliche Spiegel etc. unterstützt werden.

X) Diese Variante dient als Referenz zur aktuell neu geschaffenen Regelung, d.h. der Einbahnstraße (aufwärts) ohne weitere Veränderung.

Priorisierung

In einer ersten anonymen Priorisierung unter den Teilnehmern des Treffens mit Hilfe einer Rangfolge/Punkteverteilung ergab sich folgendes Bild:

Klar erkennbar ist, das jede genannte Alternative der aktuellen Regelung vorgezogen und als Verbesserung empfunden wird. Für das weitere Vorgehen kommen hauptsächlich die Alternativen A,B,C und E in Betracht. A und C werden wie oben beschrieben weiter aufgeteilt.

Wichtig: Unter diesem Link kann jeder eine persönliche Priorisierung aller Alternativen aus eigener Sicht vornehmen. Die Ergebnisse werden gesammelt und nach einiger Zeit anonym veröffentlicht.
Die Umfrage steht allen Schlierbacher Bürgern offen – unabhängig von einer Teilnahme beim vergangenen Anwohnertreffen.

Kommentare zu diesem Beitrag sowie zu den Alternativen können wie immer einfach und ohne Anmeldung erfasst werden:
Dafür bitte das entsprechende Formular am Ende dieser Seite nutzen.

Anwohnertreff zur Verkehrsregelung „In der Unteren Rombach“ und Umgebung

Obwohl die neue, überraschende Einbahnstraßen-Regelung für die Untere Rombach noch im Juni sowohl im Stadtteilverein als auch im Bezirksbeirat besprochen und kritisiert wurde, sowie das Ergebnis einer Umfrage und einer Verkehrsbeobachtung an die Stadt weitergeleitet wurde, zeigt sich bisher nur wenig Bereitschaft beim Verkehrsamt, mit den betroffenen Bürgern über Verbesserungen, Alternativen oder auch eine Rücknahme der aktuellen Regelung zu diskutieren.
Weder wurde eine schriftliche, mit einer fundierten Begründung versehene verkehrsrechtliche Anordnung zur Maßnahme vorgelegt, noch gab es eine Stellungnahme zur Umfrage oder den Beobachtungen.
Vor kurzem (am 04.09.) wurde nun ein Vor-Ort-Termin vorgeschlagen – allerdings nur um einen einzelnen Bürger (mich) über rechtliche Hintergründe zu informieren – der Tenor dieser Einladung ging jedoch an einem konstruktiven Dialog vorbei. Der Forderung nach einer offenen Diskussion möglicher Ergänzungen oder Alternativen wurde nicht nachgekommen. Der vorgeschlagene Termin fand deswegen nicht statt.

Daher möchte ich, unterstützt von Vertretern des Stadtteilvereins und Bezirksbeirats, nun zu einem Anwohnertreffen im Bürgerhaus am Mittwoch, dem 27.September ab 20:00 Uhr einladen. Hier sollten möglichst viele Betroffene zusammenkommen, um über die aktuelle Regelung und denkbare Verbesserungen zu sprechen, sowie die weitere Vorgehensweise gegenüber dem Verkehrsamt zu diskutieren. Ein entsprechender Aufruf findet sich auch in der September Ausgabe von Schlierbach-Aktuell auf Seite 11.

Ich freue mich auf eine konstruktive Diskussion und entsprechende Beschlüsse. Es sind einige Alternativen bzw. Ergänzungen zur aktuellen Situation denkbar, die ich gerne vorbringen und gemeinsam erörtern würde. Ich werde auch die Ausführungen von Herrn Merx vorstellen, die ich per Mail erhalten habe.
Ich habe zwar die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Verkehrsamt sich noch zu einem konstruktiven Dialog mit uns bereiterklärt, aber parallel dazu sind auch rechtliche Schritte möglich und ggfs. angebracht.

Allerdings sollte das nicht den Anschein der „Aktion eines Einzelnen“ haben. Daher braucht diese Diskussion eure Beiträge und ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen.
Ich freue mich auf eure Teilnahme am 27. September.

Viele Grüße,
Martin Walla

Verkehrsbeobachtung der morgendlichen „Rush Hour“

Die Einbahnstraße/Sackgasse wurde eingerichtet, weil das Verkehrsamt damit über die bereits durchgeführten Maßnahmen hinaus Fußgänger in diesem Bereich besser schützen möchte – insbesondere weil diese Strecke als „stark frequentierter Schulweg“ ausgewiesen ist.

Zu kaum einer Zeit sollte das besser zu erkennen sein, als während der morgendlichen „Rush Hour“, wenn die Schüler zur Schule gehen, berufstätige Autofahrer sich auf den Weg machen und die aktuellen Baustellen im betroffenen Bereich angefahren werden.
Außerhalb dieser Zeit ist deutlich weniger Verkehr zu verzeichnen.
Die Rückkehr der Schüler, Berufstätigen und Baustellenarbeiter verteilt sich über mehrere Stunden am Nachmittag & Abend.

Mich hat interessiert, welcher Verkehr nun eigentlich während dieser Zeit an einem ganz normalen Tag stattfindet (keine Ferien, sommerlich warmes Wetter, unter der Woche, mitten im Monat Mai).

Beobachtete Stellen

Die relevanten Verkehrsereignisse wurden an zwei Stellen beobachtet: Vor dem oberen Ende der Sackgasse (Kreuzung In der unteren Rombach/ Rombachweg) und am unteren Ende der Einbahnstraße (Kreuzung In der unteren Rombach/ Wolfsbrunnensteige). Sie wurden mit einer Genauigkeit von etwa 4 Abschnitten pro Minute (jeweils 15 Sekunden) erfasst und nachträglich auf 3 Minuten-Abschnitte aggregiert. Hier das Ergebnis der Beobachtungen:

Während der „Kernstunde“ zwischen 07:45 Uhr und 08:45 Uhr …

  • fuhren 36 Fahrzeuge von der Unteren Rombach (UR) hoch zum Schloss-Wolfsbrunnenweg. Hier ist davon auszugehen, dass die meisten sonst direkt bergab zur Hauptverkehrsader am Neckar gefahren wären (beobachtet am linken Punkt auf der Karte).
  • fuhren 14 Fahrzeuge die Untere Rombach von der Wolfsbrunnensteige aus aufwärts. Darunter waren 5 Transporter und 2 LKWs, also zur Hälfte Baustellen-Fahrzeuge (beobachtet am rechten Punkt auf der Karte).
  • liefen 12 Schüler bzw. Kinder die Untere Rombach zu Fuß zur Wolfsbrunnensteige hinunter, zusammen mit insgesamt 7 Erwachsenen, von denen einige die Schüler begleiteten.
  • kamen 6 Radfahrer die Untere Rombach hinunter.
  • fuhren 3 Fahrzeuge die Untere Rombach entgegen der Einbahnstraße hinunter.

Einige Anmerkungen dazu:

  • Während dieser Zeit sind 12 Schüler insgesamt an dieser Stelle zu verzeichnen (rote Linie).
  • Wie nicht anders zu erwarten, passieren Schüler die entsprechende Stelle in einem engen Zeitfenster von nur etwa 15 Minuten.
  • Während dieser 15 Minuten fahren 6 Fahrzeuge die Untere Rombach hinauf (darunter 3 Transporter), 9 Fahrzeuge verlassen oben die Untere Rombach und wären potentiell bergab gefahren.

Hypothetisch: Wie würde dieser Abschnitt ohne Einbahnstraße aussehen, wenn alle Fahrzeuge, welche oben die Untere Rombach verlassen, sonst nach unten gefahren wären (so wie bisher)?
Dies kann man der folgenden Grafik entnehmen:

Der meist frequentierte Zeitpunkt hätte sich dann etwa um 8:00 Uhr herum ergeben, wenn – innerhalb von drei Minuten – 3 Fahrzeuge bergab und 3 Fahrzeuge bergauf gefahren wären, während 3 Schulkinder und ein Radfahrer bergab laufen/fahren (etwa der Punkt an dem die rote Kurve ihren Höhepunkt erreicht).
Da ein Fahrzeug etwa 30 Sekunden benötigt um die Einbahnstrecke zu durchfahren, wäre etwa mit ein bis zwei Zusammentreffen zweier Fahrzeuge innerhalb dieser drei verkehrsreichsten Minuten zu rechnen. Wäre dann zufällig ein Fußgänger an der gleichen Stelle wo diese Fahrzeuge aufeinander treffen, müssten die Fahrzeuge ggfs. mit der Ausweichaktion warten, bis der Fußgänger die entsprechende Stelle verlassen hat. Nicht wahrscheinlich, aber denkbar.
Das entspräche dann vermutlich der Situation der letzten Jahrzehnte, die bisher auch nicht zu Unfällen führte, und durch den inzwischen verbreiterten, deutlicher gekennzeichneten Weg noch verbessert wurde.

Außerhalb der beobachteten Kernzeit ist die Frequenz insbesondere von Fußgängern aber auch Fahrzeugen deutlich geringer, sodass solch ein „Dreier-Zusammentreffen“ nochmal wesentlich unwahrscheinlicher ist.

Welche weiteren Auswirkungen hat die aktuelle Regelung?

  • Der Verkehr aufwärts läuft „beschleunigt“, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne…
  • Die Verkehrslast auf den Schloss-Wolfsbrunnenweg wird signifikant erhöht.*
  • Der Verkehr abwärts muss einen Umweg von durchschnittlich 750m in Kauf nehmen. Ausgehend von 36 Fahrzeugen in der Kernstunde könnten das grob geschätzt 200-300 Fahrzeuge über den Tag verteilt sein.
  • Die Fahrzeuge müssen nach Kaltstart in niedrigem Gang bei ohnehin doppeltem Verbrauch, doppeltem Schadstoffausstoß und mit deutlicher Lärmbelastung bergauf fahren, statt bergab zu rollen.
  • Mit Ausnahme von Kleinstfahrzeugen kann in der Sackgasse kaum gewendet werden. Dadurch entstehen teilweise kritische/schwierige Situationen.
  • Die bei Schnee/Glatteis kaum befahrbare Steigung vor der Kreuzung mit dem Schloss-Wolfsbrunnenweg wird im Winter zur „Falle“ für alle Verkehrsteilnehmer.

Mit der aktuellen Regelung bestehen diese Auswirkungen den ganzen Tag über, obwohl signifikanter(?) Fußgängerverkehr nur während etwa 15 Minuten stattfindet (13 Personen in 15 Minuten). Noch in der Kernzeit, aber außerhalb dieser 15 Minuten, reduziert es sich auf 2 Fußgänger pro Viertelstunde. Außerhalb der Kernzeit wurden noch weniger Fußgänger beobachtet.

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*Addendum: Der Verkehr auf der Wolfsbrunnensteige oberhalb der Kreuzung mit der Unteren Rombach wurde ebenfalls beobachtet:

In der Kernzeit (07:45-08:45) fuhren 87 Fahrzeuge die Wolfsbrunnensteige hinunter, 12 hinauf.
Geht man davon aus, dass zur gleichen Zeit 39 Fahrzeuge die Untere Rombach verließen und größtenteils die Hauptverkehrsader am Neckar erreichen wollten, kamen geschätzt 30-40% des Verkehrs an dieser Stelle über die neue „Umleitung“ zustande.

Insgesamt wurden zwischen 07:30 Uhr und 08:45 Uhr 122 Fahrzeuge bergab und 13 bergauf beobachtet:

Verkehr auf der Wolfsbrunnensteige oberhalb der Kreuzung mit Untere Rombach