Aktueller Stand der Rückmeldungen zur Petition „Untere Rombach“

Die Petition wurde zunächst am 08. Juni an die Leitung des Verkehrsamtes Heidelberg adressiert und erhielt eine Antwort durch Frau Tara Leischner von der Abteilung Verkehrsrecht am 13. Juli. In diesem Schreiben wurde darauf hingewiesen, dass „die Untere Rombach lediglich aufgrund einer Baustelle in beide Richtungen freigegeben wurde und nicht, um die Einbahnstraßen-Regelung wieder in Frage zu stellen. Da sich die Sachlage nicht geändert und die Maßnahme bewährt hat, bleiben wir der Auffassung, dass die Einbahnstraße im Hinblick auf die Verkehrssicherheit weiterhin notwendig ist.

Daraufhin wurde die Petition am 21. Juli direkt an den mittlerweile für das Amt zuständigen Bürgermeister Schmidt-Lamontain erneut adressiert, mit der Bitte um eine Begehung vor Ort und dem Hinweis, dass die aktuell offene Regelung sowohl für die Sicherheit von Radfahrern als auch aus ökologischer Sicht deutliche Vorteile bietet – wie man bei einem entsprechendem Termin aufzeigen und diskutieren könnte.
Auch die Kinderbeauftragte Dagmar Trippo sprach sich für einen solchen Termin aus.
Es wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass sich seit der ursprünglichen Entscheidung einige Anwohner mit der Einbeziehung bereits existierender Einfahrten als Ausweichstellen bereit erklärt haben und es von anderer Seite u.U. auch die Bereitschaft zur Abtretung von Grundstücksteilen gibt, um die Straße entsprechend verbreitern zu können.

Obwohl diesem Schreiben darüber hinaus unterstützende Leserbriefe aus „Schlierbach Aktuell“ sowie weitere Kommentare von Anwohnern beigefügt wurden, erging die Antwort auf dieses Schreiben am 12. August wieder vom Verkehrsamt mit dem erneuten Hinweis „dass die Einbahnstraße aus unserer Sicht im Hinblick auf die Verkehrssicherheit weiterhin notwendig ist, da sich die Sachlage nicht geändert hat“ sowie „diese verkehrsrechtliche Entscheidung begründet ist und ausreichend diskutiert wurde„.

Weder in der ersten noch der zweiten Antwort ging man darauf ein, dass sich sowohl Angebote und Möglichkeiten in der Zwischenzeit geändert haben, als auch die aktuelle Baustellen-Situation praktisch aufzeigt, dass eine Befahrbarkeit in beide Richtungen nicht nur weiterhin machbar sondern auch für Sicherheit und Ökologie vorteilhaft ist.

Ein letzter Hinweis (am 16. August) auf die geänderte Sachlage, mit der erneuten Bitte um einen Vor-Ort-Termin so lange die Baustelle noch besteht, blieb bisher unbeantwortet.

Fazit: Das Verkehrsamt unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Schmidt-Lamontain scheint kein Interesse an einer bürgernahen Diskussion im Sinne einer Ortsbegehung zu erweiterten Möglichkeiten  mit den Anwohnern zu haben – auch wenn die momentane Regelung durch die Baustelle eine gute Gelegenheit dazu bietet, wird eine Weiterführung selbst unter veränderten Umständen nicht in Betracht gezogen.

Das ist sehr bedauerlich, hätten sich doch viele Unterzeichner der Petition hier einen konstruktiven Austausch zu neuen Alternativen gewünscht.
Während sich bereits nach der Einrichtung der Einbahnstraße die Schlierbacher Bezirksbeiräte und der Stadtteilverein für eine Neubewertung und Findung alternativer Lösungen aussprachen, haben sich in der Zwischenzeit unter anderem Alexander Föhr und Tim Nusser dafür eingesetzt, das Thema erneut anzugehen.

(Hinweis: Die angesprochenen Schreiben sind jeweils über das zugehörige Datum im Text verlinkt)

Untere Rombach: Petition für Befahrbarkeit in beide Richtungen

Unterschreiben Sie jetzt die Petition auf change.org: http://change.schlierbach.in
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Jahrzehntelang war es kein Problem: Die vergleichsweise kurze Engstelle „In der Unteren Rombach“ konnte durch genügend Ausweichmöglichkeiten immer in beide Richtungen befahren werden ohne dass irgendwelche Unfälle auf einen besonderen Gefahrenschwerpunkt hingewiesen hätten. Anwohner konnten in jede Richtung ohne ökologisch, wirtschaftlich und gesundheitlich unsinnige Umwege unterwegs sein. Energieverbrauch, Verschleiß, Zeitaufwand, Lärm- und Abgase, Mehrbelastung der umgebenden Straßen , Wintersicherheit und nicht zuletzt eine bewusst vorsichtige Fahrweise – alle diese Faktoren sprechen für eine Nutzung in beide Fahrtrichtungen.

Dann wurde ohne vorherige Absprache in einer Adhoc-Aktion aufgrund von Bedenken zur Fußgänger-Sicherheit die Straße einseitig ‚dichtgemacht‘. Dass dies wenig durchdacht war zeigte sich schnell an einigen Schwächen in der anfänglichen Beschilderung. Zuvor gab es keine gezielten Messungen, systematische Beobachtungen oder Verkehrszählungen. Die deutliche Meinung der klaren Mehrheit der Anwohner zählte letztlich nichts gegenüber einem vom Verkehrsamt bezahlten, nachträglich am ortsfremden Reißbrett erstellten Gutachten mit dem Fokus, die Unabwendbarkeit der bereits getroffenen Maßnahme zu begründen.

Unabhängig davon standen bereits mehrere Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Fußgänger-Sicherheit auf dem Seitenstreifen zur Diskussion – darunter sogar ein vom Verkehrsamt selbst ausgearbeiteter, durchaus sinnvoller Plan (siehe hier).

Nun ist es durch eine Baustelle seit mehreren Monaten wieder möglich, den betroffenen Straßenabschnitt in beide Richtungen zu befahren – und wie erwartet gibt es dabei wieder keine Probleme. Diese Öffnung konnte offenbar ohne große Hürden beschlossen werden. Es geht also nach wie vor und könnte auch einfach so bleiben, anderen ortsfremden Meinungen zum Trotz. Ähnlich wie eine Hummel, welche trotzdem fliegt ohne sich von Aerodynamik-Gutachten beeindruckt zu zeigen. Durchgangsverkehr spielt dabei keine Rolle, da der geringe übergeordnete Verkehr über den Schloß-Wolfsbrunnenweg fließt.
Wie an vielen anderen engen Stellen im Heidelberger Straßenbild auch (insbesondere in Schlierbach und Ziegelhausen), ermöglicht die Anpassung der Fahrweise an die schon immer beengten Verhältnisse das Befahren in beide Richtungen. Jeder Fahranfänger lernt gleich zu Beginn, sich an den gegebenen Umständen auszurichten. Es ist nicht richtig ohne tatsächliche Vorfälle oder konkrete Anhaltspunkte davon auszugehen, dass dies hier nicht so wäre.

Die letzten Monate machen es wieder deutlich:
Die einseitige Sperrung der Befahrbarkeit „In der Unteren Rombach“ ist nicht nur übertrieben reguliert, sondern hat signifikante Nachteile in vielerlei Hinsicht. Eine rein theoretische Gefährdung ohne weitere Anhaltspunkte ist keine angemessene Begründung für eine solche Einschränkung. 
Wer mehr dazu lesen will findet viele Beiträge zum Thema auf schlierbach.in .

Daher fordern wir: Die „Untere Rombach“ soll auch nach dem Ende der aktuellen Baustelle offen bleiben – in beide Richtungen. Dass dies möglich und vertretbar ist, zeigte sich sowohl in den vergangenen Jahrzehnten als auch erneut durch die fortlaufende Freigabe seit November letzten Jahres.

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Martin Walla
und weitere Anwohner „In der Unteren Rombach“

 

Es geht also doch – eine neues Wunder der Verkehrsplanung! Aber nicht ohne Fehler.

[Siehe auch Updates am Ende dieses Beitrags]

Während immer mehr Anwohner die Hoffnung schon aufgegeben hatten, den unteren Abschnitt der Straße „In der Unteren Rombach“ wieder in beide Richtungen befahren zu können, gab es nun doch ein neues Wunder der Verkehrsplanung: Bedingt durch zwei Baustellen links und rechts der Straße, wurde die Durchfahrt im oberen Bereich der Straße komplett gesperrt – und der Verkehr im unteren Bereich darf nun tatsächlich wieder in beide Richtungen fließen! Zumindest aktuell.

„In der Unteren Rombach“ wieder in beide Richtungen befahrbar.

Aber Moment mal: Hieß es nicht, es gäbe keine Abwägung zwischen einer hypothetischen Gefahr für Fußgänger und weltlichen Dingen wie Ökologie, Lärmbelästigung, Glättegefahr, Streckenlänge etc.?
War man nicht der Meinung potentielle, bisher nicht zutage getretene Risiken für diese Personengruppe stünden über allen anderen Bedürfnissen und Interessen, und seien sie noch so groß? Und war die Einbahnstraße trotz guter Alternativvorschläge nicht die einzige Lösung? – Nun ja, es scheint Baustellen stellen hier eine Ausnahme dar.
Hoffen wir mal, das jetzt nichts Schlimmes passiert in dieser Zeit, in der ja wieder in beide Richtungen gefahren werden kann. Vielleicht gibt es ja sogar einen neuen Denkanstoß, warum es diese Möglichkeit für Anwohner nicht doch immer gibt?

Leider hat man es jedoch auch dieses Mal wieder geschafft, der Sache noch einen Haken zu verpassen – und der hat es wirklich in sich: Am gleichen Tag, an dem die o.g. Sperrung eingerichtet wurde, wurde unabhängig davon der Schloßwolfsbrunnenweg unterhalb der Kreuzung Jettaweg ebenfalls in beide Richtungen gesperrt!

Das war nun wirklich ein Geniestreich, denn für Anwohner des oberen Bereichs der „Unteren Rombach“ sowie weiterer Gebiete blieb damit nur ein noch größerer Umweg über den Klingelhüttenweg offen – wenn man vor oder nach dem Arztbesuch in Ziegelhausen oder dem Einkauf im Supermarkt nicht zuerst einen Ausflug zum Hausackerweg machen wollte.
Man kann nur hoffen, dass auch die Rettungsleitstelle darüber informiert wurde, dass eine Anfahrt zu einem Notfall in den Häusern oberhalb der Unteren Rombach 15 nun nur noch über den Klingelhüttenweg oder den Hausackerweg möglich ist – mit deutlicher Verzögerung und erheblichen Durchfahrtsschwierigkeiten für große Fahrzeuge wie die Feuerwehr.

Dabei ist es dann auch nicht hilfreich, dass auch dieses Mal wieder Schilder falsch aufgestellt wurden und somit Fahrzeuge mit Ziel zwischen den Hausnummern 15 und 18 in die Irre geführt wurden: Von unten kommend heißt es nämlich „Zufahrt bis Haus Nr.18 frei“, von oben kommend aber „befahrbar bis Nr.15“. Richtig wäre es andersherum.

Ein Rettungswagen, der das nicht weiß, fährt also erstmal in den unteren Bereich ein, muss dann – nachdem er den Fehler bemerkt – komplett wenden um noch später festzustellen, dass auch der Umweg über den Schlosswolfsbrunnenweg nicht möglich ist.
Im Ernst: Diese Kombination aus Doppelsperrung und zusätzlich falscher Beschilderung hätte nicht nur einfach vermieden werden können, sondern auch verhindert werden müssen! Hoffen wir auch hier, dass bis zur Korrektur dieses Irrtums und der Unachtsamkeit der doppelten Sperrung nichts Schlimmes geschieht…

Update 20.11.: Der Schloss-Wolfsbrunnenweg ist wieder frei befahrbar.

Update 13.12.: Trotz mehrfacher Hinweise an das Amt für Verkehrs-management wurde die fehlerhafte Beschilderung auch nach über 3 Wochen nicht korrigiert. 

Update 22.12.: Die Beschilderung wurde vor Ort zusammen mit dem stellvertretenden Leiter des Verkehrsamtes besprochen und schnelle Besserung zugesagt.

Letzter Update 26.12.: Die Beschilderung wurde korrigiert und ist nun sowohl richtig als auch einwandfrei verständlich.

Zustimmung zur Nutzung betroffener Einfahrten

Der am 10. Dezember letzten Jahres vorgestellte Vorschlag des Verkehrsamtes beinhaltet drei speziell gekennzeichnete Ausweichzonen, welche im ohnehin seltenen Begegnungsfall von Fahrzeugen ein problemloses Vorbeifahren ermöglichen:

Ausschnitt Planentwurf
Ausschnitt Planentwurf

Diese Ausweichzonen liegen an drei Einfahrten, die auch schon in den vergangenen Jahrzehnten von Autofahrern gerne genutzt wurden, um entgegenkommende Fahrzeuge passieren zu lassen. Wie das im konkreten Fall aussieht wurde in diesem Beitrag ausführlich dargestellt:

Beispiel Ausweichzone

Nun haben die Eigentümer/Bewohner der betroffenen Grundstücke in einem Schreiben an das Verkehrsamt ihre Zustimmung zu dieser Art der Nutzung sowie ihre ausdrückliche Unterstützung des Vorschlags zum Ausdruck gebracht:

Verkehrsamt_20190127

 

Dies entspricht der Praxis, die sich auch in der Vergangenheit bewährt hat, um den Verkehr sinnvoll in beide Richtungen fließen zu lassen.

Mit diesem Schreiben und der entsprechenden Zustimmung erfährt der aktuelle Vorschlag eine weitere Unterstützung, welche bei der kommenden Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollte.

Rutschpartie: Nichts geht mehr

Am 31. Januar war es mal wieder so weit: Nichts geht mehr ‚In der Unteren Rombach‘ – zumindest nicht ohne Allradantrieb. Ein wenig Schnee genügt, und die Steigung ist nicht mehr zu schaffen:

Früher kein Problem, man ließ das Auto dann einfach abwärts rollen. Das ging immer ohne Schwierigkeiten. Aber aufwärts? Spätestens bei der oberen Kurve zum Schloß-Wolfsbrunnenweg ist es vorbei – hier bleiben selbst allradgetriebene Autos gerne hängen.
Damit gilt dann wie auch bei anderen Hindernissen, die sich hin und wieder ergeben: Kein Entkommen aus der ‚Sackgasse‘ In der Unteren Rombach …

Simulierte und tatsächliche Begegnungsfälle

In diesem Beitrag soll die tatsächliche Situation im „Begegnungsfall“ zweier Fahrzeuge aus Sicht des zuvor beschriebenen Entwurfs des Verkehrsamtes einmal bildlich dargestellt werden.

Hierzu habe ich zunächst einige Aufnahmen unseres Familienwagens, eines großen SUV mit 2,10m Breite (inkl.Spiegel), an den entsprechenden Stellen gemacht. Diese Aufnahmen habe ich dann mithilfe einer Bildverarbeitungs-Software so ergänzt, dass das gleiche, vergleichsweise breite Fahrzeug „sich selbst begegnet“:

Erste Ausweichstelle (unterer Abschnitt)
Zweite Ausweichstelle (mittlerer Abschnitt)
Dritte Ausweichstelle (oberer Abschnitt)

In zwei Fällen fuhren während der Aufnahmephase problemlos andere Fahrzeuge vorbei:

Zweite Ausweichstelle (mittlerer Abschnitt)
Dritte Ausweichstelle (oberer Abschnitt)

Die Aufnahmen zeigen deutlich, dass es selbst für größere Fahrzeuge an den vorgeschlagenen Ausweichstellen genug Platz gibt. Die hier dargestellten Fälle bieten allesamt noch genug „Reserve“. Darüber hinaus könnte durch ein Verbot für überbreite Fahrzeuge in einer Richtung dafür gesorgt werden, dass keine Extremsituationen auftreten.

Die vom Verkehrsamt im entsprechenden Entwurf vorgeschlagenen Markierungen und weiteren Sicherungsmaßnahmen würden dafür sorgen, dass alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer – bei üblicher Fahrweise unter Beachtung grundlegender Regeln bestmöglich sicher wären. Davon ist umso mehr auszugehen, da bei Begegnungsverkehr allgemein vorsichtiger gefahren wird als in Einbahnstraßen gleicher Breite.

Selbst in der Vergangenheit, als es weder einen verbreiterten Fußweg, noch zusätzliche Markierungen bzw. Sicherungsmaßnahmen gab, kam es zu keinen Unfällen in diesem Bereich, und sämtliche Begegnungsfälle mit Verkehrsteilnehmern aller Art wurden mit der gebotenen Vernunft gelöst.

 

Verkehrspolizei stimmt Entwurf des Verkehrsamtes nicht zu – Bericht vom Informationsabend am 10.12.

Die Informationsveranstaltung des Verkehrsamtes zum Thema Einbahnstraße „In der Unteren Rombach“ am 10.Dezember war sehr gut besucht. Der Gemeinderaum im Evangelischen Kindergarten war bis auf den letzten Platz besetzt. Zweifellos sind viele Anwohner an einer Verbesserung der aktuellen Situation interessiert und hatten sich sogar in der terminlich oft vollgeplanten Vorweihnachtszeit diesen Abend dafür freigehalten.

Zunächst wurden in einer Frage- und Diskussionsrunde viele Meinungsäußerungen der Anwohner zum Thema gehört. Hier wiederholte sich das Bild, welches auch schon in einer Umfrage vor über einem Jahr entstand: Die aktuelle Situation stellt in keinster Weise einen Zustand dar, der in Anbetracht der Erfahrungen der Vergangenheit die Interessen der deutlichen Mehrheit der Anwohner angemessen berücksichtigt. Viele Nachteile wurden ja bereits in vorangegangenen Beiträgen ausreichend erläutert.

Daher wurde in den vergangenen Monaten vom Verkehrsamt ein Vorschlag erarbeitet und nach der Diskussionsrunde vorgestellt, der – unter verbesserten Sicherheitsmaßnahmen – mit Hilfe von drei deutlich gekennzeichneten Ausweichbereichen (ohne Radfahrer-gefährdende Schwellen) wieder eine Befahrbarkeit in beide Richtungen ermöglichen sollte (klicke das Bild oben an, um eine kleine Vorschau als JPG zu sehen, alternativ das Bild unten, um den vollständigen Entwurf als PDF herunterzuladen):

Erläuterungen zum Entwurf vom Herrn Gampp, Verkehrsamt, 26.10.2018:
„Der Entwurf sieht vor, die Einbahnstraßenregelung aufzuheben und den Verkehr wieder in beide Richtungen freizugeben. Um dennoch eine möglichst übersichtliche und vor allem für Fußgänger sichere Organisation des Verkehrs zu gewährleisten, soll die Fahrbahn auf 2,75m markiert und so ein deutlich breiterer Gehwegbereich (ebenfalls durch Markierung) hergestellt werden. Aufgrund der dadurch sehr schmalen Fahrbahn werden Ausweichstellen geschaffen um den Begegnungsfall zweier Fahrzeuge zu ermöglichen. Diese befinden sich in den Bereichen bereits vorhandener Einfahrten. Hier wird durch das Aussetzen der Markierung eine Mischfläche geschaffen welche von Fußgängern und Fahrzeugen gleichermaßen genutzt werden kann. Zur Sicherheit der Fußgänger sind entsprechende Piktogramme, am Anfang und Ende der Ausweichzonen Poller und zusätzlich zur optischen Verdeutlichung „Haifischzähne“ aufgebracht (die genaue Ausgestaltung dieser Maßnahmen ist noch nicht abschließend geklärt). In diesen gekennzeichneten Bereichen sind die Dimensionen ausreichend, um zwei Fahrzeugen das Vorbeifahren zu ermöglichen und gleichzeitig den Fußgängern genügend Sicherheit und Raum zu geben um z.B. in den Einfahrtsbereichen zu warten oder vor der Ausweichstelle kurz stehenzubleiben.“

Dieser Entwurf wurde von der klaren Mehrheit der anwesenden Anwohner  als sinnvoll angesehen und wäre in vielerlei Hinsicht eine gute, vernünftige Lösung: Ökologisch, ökonomisch und nicht zuletzt auch bzgl. der Sicherheit für alle Seiten: Unter Erweiterung des Bereichs für die ohnehin sehr geringe Zahl der Fußgänger und mit einer erneuten Öffnung in beide Richtungen würde der vergleichsweise geringe Verkehr wieder bewusst vorsichtiger in beide Richtungen fließen, mit signifikant positiven Auswirkungen für den Abschnitt selbst sowie – aus übergreifender Sicht genauso wichtig – die umliegenden Bereiche bis hin zum Schloß-Wolfsbrunnenweg, der Wolfsbrunnensteige und sogar dem Hausackerweg, in denen schwierige und gefährliche Situationen nun zugenommen haben.

Leider erklärten Herr Herzog und Herr Gampp vom Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg im Anschluss, dass der vorliegende Vorschlag bisher KEINE Zustimmung der Verkehrspolizei und eines nicht weiter benannten Sicherheitsbeauftragten fand. Die fehlende Zustimmung ist zwar rechtlich nicht bindend für das Verkehrsamt, aber man wolle sich darüber auch nicht hinwegsetzen.
Dieses Statement kam doch sehr überraschend für viele Anwesende, da man im Vorfeld mit einem positiven Ergebnis nach der Erstellung eines Vorschlags durch das Verkehrsamt rechnete. Von der Verkehrspolizei waren keine Vertreter anwesend.

Wie daraufhin in vielerlei Kommentaren geäußert, ist die ablehnende Haltung der Verkehrspolizei zum vorgestellten Kompromissvorschlag nicht nachzuvollziehen. Viele Straßen in Schlierbach und Ziegelhausen haben beengte Verhältnisse, und nach wie vor ist es nicht nur möglich, sogar besser, auf gegenseitige Vernunft und Rücksichtnahme der überwiegend ortskundigen Verkehrsteilnehmer zu bauen, als durch einschneidende Maßnahmen Probleme nicht nur zu verlagern, sondern in Summe zu vergrößern. Viele Argumente zu den Aspekten Sicherheit, Umweltschutz, Lärmbelästigung etc. nicht nur im eingeschränkten Bereich wurden hierzu bereits genannt. In der Vergangenheit sind selbst langjährigen Anwohnern keine Vorfälle im betroffenen Bereich bekannt, die eine so übergreifende und weitreichende Änderung der Verkehrsführung  rechtfertigen. Eine bessere Lösung ist unabdingbar, und viele Vorschläge wurden bereits genannt.

Gerade was die Haltung der Verkehrspolizei und des erwähnten Sicherheitsbeauftragten angeht, blieben viele Fragen offen, die es zu klären gilt:

  • Nach welchen Regularien und auf welchen Grundlagen wurde die Aussage der Verkehrspolizei getroffen? Welchen Ermessensspielraum gibt es hier?
  • Welche Personen sind dafür verantwortlich? Um welchen Sicherheitsbeauftragten geht es?
  • Nehmen diese Ratgeber die Risiken und Behinderungen in den anderen Bereichen wahr, die durch die aktuelle Regelung entstehen? Übernehmen sie bewusst die Verantwortung für entsprechende Konsequenzen, auch Unfälle, die dadurch in diesen betroffenen Bereichen entstehen?

Nach Ansicht vieler Anwohner ist die aktuell abweisende Haltung der Verkehrspolizei nur eine vermeintlich sichere, zu einfache Antwort auf ein unspezifisches Sicherheitsbedürfnis. Es ist keine dringend erforderliche, alle Aspekte und Bereiche berücksichtigende Betrachtung.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich sowohl Herr Herzog als auch die Anwohner für die konstruktive Diskussion und die vielen Eindrücke während der Veranstaltung.
Mit diesen Eindrücken wird das Verkehrsamt sich im neuen Jahr nochmals intern mit dem Thema beschäftigen sowie das Gespräch mit der Verkehrspolizei suchen, um die gewonnenen Erkenntnisse weiterzugeben.

Ein Schreiben, in dem um Klärung der o.g. Fragen gebeten wird, wurde dem Verkehrsamt am 15. Dezember per Email zugesandt. Die Beschwerde mehrerer Anwohner gegen die Einbahnstraßenregelung ist nach wie vor offen, Akteneinsicht wurde schon vor längerer Zeit gefordert. Wir werden sehen, was das neue Jahr bringt…

Martin Walla

 

Informationsabend zur Einbahnstraße „Untere Rombach“

Einladung Informationsabend 2018-12-10

In den vergangenen 12 Monaten wurde das Thema „Einbahnstraße Untere Rombach“ mehrfach mit dem Verkehrsamt im Bezirksbeirat Schlierbach diskutiert, es gab ein Treffen mit Vertretern des Stadtteilvereins und der Anwohner im Verkehrsamt selbst, und nicht zuletzt legten mehrere Anwohner auch offiziell Widerspruch gegen die im April 2017 kurzfristig und unangekündigt eingerichtete Regelung ein.

Hierbei wurde immer wieder der Wunsch geäußert, die Straße durch weitere Maßnahmen wieder in beide Richtungen zu öffnen. Verschiedene Alternativen sowie Verkehrsbeobachtungen wurden bei einem Anwohnertreffen am 27.09.2017 sowie im Bezirksbeirat diskutiert und vom Verkehrsamt untersucht.

Nun lädt das Verkehrsamt alle Anwohner zu einem Informationsabend ein, der am Montag dem 10. Dezember, um 18:00 Uhr im evangelischen Kindergarten / Gemeinderaum stattfinden wird (Gutleuthofhang 13, 69118 Schlierbach). Ich gehe davon aus, dass an diesem Abend ein vom Verkehrsamt ausgearbeiteter Plan vorgestellt wird.

Eine möglichst zahlreiche Teilnahme vieler Betroffener ist dabei natürlich wünschenswert!
Bitte beachten: Herr Gampp vom Verkehrsamt bittet um eine Rückmeldung zur Teilnahme (Nachtrag: die Teilnahme am Treffen ist aber auch ohne Rückmeldung möglich) (daniel.gampp@heidelberg.de ; fon 06221 / 58-30546 ; fax 06221 58-30590).

Alle bisherigen Beiträge zum Thema findet man hier.

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