Aktueller Stand der Rückmeldungen zur Petition „Untere Rombach“

Die Petition wurde zunächst am 08. Juni an die Leitung des Verkehrsamtes Heidelberg adressiert und erhielt eine Antwort durch Frau Tara Leischner von der Abteilung Verkehrsrecht am 13. Juli. In diesem Schreiben wurde darauf hingewiesen, dass „die Untere Rombach lediglich aufgrund einer Baustelle in beide Richtungen freigegeben wurde und nicht, um die Einbahnstraßen-Regelung wieder in Frage zu stellen. Da sich die Sachlage nicht geändert und die Maßnahme bewährt hat, bleiben wir der Auffassung, dass die Einbahnstraße im Hinblick auf die Verkehrssicherheit weiterhin notwendig ist.

Daraufhin wurde die Petition am 21. Juli direkt an den mittlerweile für das Amt zuständigen Bürgermeister Schmidt-Lamontain erneut adressiert, mit der Bitte um eine Begehung vor Ort und dem Hinweis, dass die aktuell offene Regelung sowohl für die Sicherheit von Radfahrern als auch aus ökologischer Sicht deutliche Vorteile bietet – wie man bei einem entsprechendem Termin aufzeigen und diskutieren könnte.
Auch die Kinderbeauftragte Dagmar Trippo sprach sich für einen solchen Termin aus.
Es wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass sich seit der ursprünglichen Entscheidung einige Anwohner mit der Einbeziehung bereits existierender Einfahrten als Ausweichstellen bereit erklärt haben und es von anderer Seite u.U. auch die Bereitschaft zur Abtretung von Grundstücksteilen gibt, um die Straße entsprechend verbreitern zu können.

Obwohl diesem Schreiben darüber hinaus unterstützende Leserbriefe aus „Schlierbach Aktuell“ sowie weitere Kommentare von Anwohnern beigefügt wurden, erging die Antwort auf dieses Schreiben am 12. August wieder vom Verkehrsamt mit dem erneuten Hinweis „dass die Einbahnstraße aus unserer Sicht im Hinblick auf die Verkehrssicherheit weiterhin notwendig ist, da sich die Sachlage nicht geändert hat“ sowie „diese verkehrsrechtliche Entscheidung begründet ist und ausreichend diskutiert wurde„.

Weder in der ersten noch der zweiten Antwort ging man darauf ein, dass sich sowohl Angebote und Möglichkeiten in der Zwischenzeit geändert haben, als auch die aktuelle Baustellen-Situation praktisch aufzeigt, dass eine Befahrbarkeit in beide Richtungen nicht nur weiterhin machbar sondern auch für Sicherheit und Ökologie vorteilhaft ist.

Ein letzter Hinweis (am 16. August) auf die geänderte Sachlage, mit der erneuten Bitte um einen Vor-Ort-Termin so lange die Baustelle noch besteht, blieb bisher unbeantwortet.

Fazit: Das Verkehrsamt unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Schmidt-Lamontain scheint kein Interesse an einer bürgernahen Diskussion im Sinne einer Ortsbegehung zu erweiterten Möglichkeiten  mit den Anwohnern zu haben – auch wenn die momentane Regelung durch die Baustelle eine gute Gelegenheit dazu bietet, wird eine Weiterführung selbst unter veränderten Umständen nicht in Betracht gezogen.

Das ist sehr bedauerlich, hätten sich doch viele Unterzeichner der Petition hier einen konstruktiven Austausch zu neuen Alternativen gewünscht.
Während sich bereits nach der Einrichtung der Einbahnstraße die Schlierbacher Bezirksbeiräte und der Stadtteilverein für eine Neubewertung und Findung alternativer Lösungen aussprachen, haben sich in der Zwischenzeit unter anderem Alexander Föhr und Tim Nusser dafür eingesetzt, das Thema erneut anzugehen.

(Hinweis: Die angesprochenen Schreiben sind jeweils über das zugehörige Datum im Text verlinkt)

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