Es geht also doch – eine neues Wunder der Verkehrsplanung! Aber nicht ohne Fehler.

[Siehe auch Updates am Ende dieses Beitrags]

Während immer mehr Anwohner die Hoffnung schon aufgegeben hatten, den unteren Abschnitt der Straße „In der Unteren Rombach“ wieder in beide Richtungen befahren zu können, gab es nun doch ein neues Wunder der Verkehrsplanung: Bedingt durch zwei Baustellen links und rechts der Straße, wurde die Durchfahrt im oberen Bereich der Straße komplett gesperrt – und der Verkehr im unteren Bereich darf nun tatsächlich wieder in beide Richtungen fließen! Zumindest aktuell.

„In der Unteren Rombach“ wieder in beide Richtungen befahrbar.

Aber Moment mal: Hieß es nicht, es gäbe keine Abwägung zwischen einer hypothetischen Gefahr für Fußgänger und weltlichen Dingen wie Ökologie, Lärmbelästigung, Glättegefahr, Streckenlänge etc.?
War man nicht der Meinung potentielle, bisher nicht zutage getretene Risiken für diese Personengruppe stünden über allen anderen Bedürfnissen und Interessen, und seien sie noch so groß? Und war die Einbahnstraße trotz guter Alternativvorschläge nicht die einzige Lösung? – Nun ja, es scheint Baustellen stellen hier eine Ausnahme dar.
Hoffen wir mal, das jetzt nichts Schlimmes passiert in dieser Zeit, in der ja wieder in beide Richtungen gefahren werden kann. Vielleicht gibt es ja sogar einen neuen Denkanstoß, warum es diese Möglichkeit für Anwohner nicht doch immer gibt?

Leider hat man es jedoch auch dieses Mal wieder geschafft, der Sache noch einen Haken zu verpassen – und der hat es wirklich in sich: Am gleichen Tag, an dem die o.g. Sperrung eingerichtet wurde, wurde unabhängig davon der Schloßwolfsbrunnenweg unterhalb der Kreuzung Jettaweg ebenfalls in beide Richtungen gesperrt!

Das war nun wirklich ein Geniestreich, denn für Anwohner des oberen Bereichs der „Unteren Rombach“ sowie weiterer Gebiete blieb damit nur ein noch größerer Umweg über den Klingelhüttenweg offen – wenn man vor oder nach dem Arztbesuch in Ziegelhausen oder dem Einkauf im Supermarkt nicht zuerst einen Ausflug zum Hausackerweg machen wollte.
Man kann nur hoffen, dass auch die Rettungsleitstelle darüber informiert wurde, dass eine Anfahrt zu einem Notfall in den Häusern oberhalb der Unteren Rombach 15 nun nur noch über den Klingelhüttenweg oder den Hausackerweg möglich ist – mit deutlicher Verzögerung und erheblichen Durchfahrtsschwierigkeiten für große Fahrzeuge wie die Feuerwehr.

Dabei ist es dann auch nicht hilfreich, dass auch dieses Mal wieder Schilder falsch aufgestellt wurden und somit Fahrzeuge mit Ziel zwischen den Hausnummern 15 und 18 in die Irre geführt wurden: Von unten kommend heißt es nämlich „Zufahrt bis Haus Nr.18 frei“, von oben kommend aber „befahrbar bis Nr.15“. Richtig wäre es andersherum.

Ein Rettungswagen, der das nicht weiß, fährt also erstmal in den unteren Bereich ein, muss dann – nachdem er den Fehler bemerkt – komplett wenden um noch später festzustellen, dass auch der Umweg über den Schlosswolfsbrunnenweg nicht möglich ist.
Im Ernst: Diese Kombination aus Doppelsperrung und zusätzlich falscher Beschilderung hätte nicht nur einfach vermieden werden können, sondern auch verhindert werden müssen! Hoffen wir auch hier, dass bis zur Korrektur dieses Irrtums und der Unachtsamkeit der doppelten Sperrung nichts Schlimmes geschieht…

Update 20.11.: Der Schloss-Wolfsbrunnenweg ist wieder frei befahrbar.

Update 13.12.: Trotz mehrfacher Hinweise an das Amt für Verkehrs-management wurde die fehlerhafte Beschilderung auch nach über 3 Wochen nicht korrigiert. 

Update 22.12.: Die Beschilderung wurde vor Ort zusammen mit dem stellvertretenden Leiter des Verkehrsamtes besprochen und schnelle Besserung zugesagt.

Letzter Update 26.12.: Die Beschilderung wurde korrigiert und ist nun sowohl richtig als auch einwandfrei verständlich.

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